Erstes „Landauer Gespräch“

Steininger über Wirtschaft und Verwaltung

Landau. (mbo) Vier „Landauer Gespräche“ hält Bürgermeister Helmut Steininger in Hinblick auf die Kommunalwahlen. Am Mittwoch sprach er im Kastenhof zum Thema „Wirtschaft und Verwaltung“. 13 Besucher kamen, unter anderem Bürgermeisterkandidatin Heike Aichner.
Die Stadt erfreut sich seit 2016 guter Steuereinnahmen, seit 2018 ist die Gewerbesteuer besonders hoch, voraussichtlich werde man auch 2019 wieder bei über 10 Millionen Euro landen, so Steininger. Eines der künftigen Projekte für die Stadt, die zuletzt bereits die ehemalige Hausmeisterwohnung im Rathaus ausgebaut hat, wird eine Erweiterung des Rathauses sein. Das nebenstehende Gebäude von Optik Kronwinkler hat die Stadt mit diesem Ziel erworben.

Weiterer Ausbau des schnellen Internets

Ein künftiges Projekt der Stadtwerke, die zuletzt die Kläranlage erweitern mussten, wird der weitere Ausbau des schnellen Internets sein: über das Höfeprogramm, durch ein eigenes Lichtwellenleiter-Netz und die Errichtung weiterer W-Lan-Hotspots, etwa an der Dreifachhalle, am Bahnhof und am Kastenhof. In die Feuerwehren ist bereits einiges investiert worden, das Gerätehaus Oberframmering wurde erweitert, die Wehr Wolfsdorf/Fichtheim hat ein neues Gebäude bekommen, Fahrzeuge wurden beschafft. Auf der Agenda stehen in der Zukunft die FF-Gerätehäuser
Kammern, Thalham, Reichersdorf und Landau.

Obere Stadt als Dienstleistungszentrum

Auch bei der Ausweisung von Gewerbegebieten war man sehr fleißig, weitere sollen entstehen in den Landauer Wiesen Ost, an der DGF3, am Stadteingang Süd und an der Harburger Straße. Als großer Vorteil erweisen sich für nötige Grunderwerbe die Tauschflächen, in die die Stadt zuletzt groß investiert hat. Was den Einzelhandel im Ortskern angeht (es wurde ein Einzelhandelskonzept zum Schutz der Innenstadt und ein Förderprogramm für Leerstandsbeseitigungen erlassen), sagte Steininger: „Es wäre unrealistisch und gegen alle Trends der Zeit, wenn wir von Ansiedlungen kleinerer Läden im großen Stil in der Oberen Stadt ausgehen.“ Auch künftig werde die Obere Stadt mehr ein Dienstleistungszentrum mit Sitz der Verwaltung, Bürohäusern, Gaststätten, Kultur, etwa durch das neue, einzigartige Steinzeitmuseum und die Stadthalle, und auch Wohnraum sein. Das nächste „Landauer Gespräch“ zum Thema „Kultur und Freizeit“ ist am 6. November um 19 Uhr im Kastenhof.

Text: Landauer Zeitung/mbo vom 18. Oktober 2019