Sie wollen für die Landauer CSU in den Stadtrat. Mit im Bild ist CSU-Landratskandidat Werner Bumeder (2.v.l.), der die Wahlen leitete. – Foto: Drexler

CSU stellt die Weichen für Kommunalwahl: Bürgermeister und Liste wurden nominiert

Landau. „Kaum zu glauben, aber ein wenig aufgeregt bin ich schon. Das ist ein besonderer Moment für mich und eine besondere Ehre, auch wenn ich jetzt schon sechs Jahre Bürgermeister war“, so hat Helmut Steininger am Mittwochabend sichtlich gerührt seine Vorstellungsrede begonnen. Als einziger Bewerber aus den eigenen Reihen ist er von seinen CSU-Kollegen als Landauer Bürgermeisterkandidat ebenso einstimmig nominiert worden wie die Stadtratsliste. „Die Weichen sind gestellt, jetzt können wir mit Freude in den Wahlkampf gehen.“
„Kommunalpolitik ist eine Gemeinschaftsleistung“, meinte Landratskandidat Werner Bumeder, der die Wahlleitung an diesem Abend übernommen hatte. Dass es nur miteinander geht, habe man in Landau bereits in den vergangenen Jahren bewiesen, „wenn man sich alleine die Untere Stadt anschaut“, sagte Bumeder. Auch im Kreistag würde man gut zusammenarbeiten. „Helmut war dabei als Fraktionsvorsitzender immer ein kompetenter Ansprechpartner“, sagte er und bat Helmut Steininger, sich vorzustellen.

„Was qualifiziert mich für das Amt?“

„Es ist eine aufregende Veranstaltung für mich“, meinte Helmut Steininger, der gerne noch einmal Landaus Bürgermeister werden will, sichtlich bewegt. „Doch was qualifiziert mich für dieses Amt?“ Er habe die Kompetenz und die Erfahrung, sei umtriebig und suche die Chancen. Eine Vielzahl an Dingen hätte er mit dem Stadtrat in der vergangenen Wahlperiode umgesetzt. „Die Sanierung der Straubinger Straße, die Sanierung der Unteren Stadt, die Grundschule erweitert, die Vhs sowie die Montessori-Schule aufgebaut, die Tartanbahn am Gymnasium angelegt, die Bäder und die Dreifachturnhalle saniert, den Mehrgenerationenpark gebaut, der Kastenhof, die Dorferneuerung Zeholfing, das stadteigene Glasfasernetz in die Wege geleitet, die Isarrenaturierung und sämtliche Arbeiten an der B20 oder DGF3 haben wir begleitet sowie viel Geld in Immobilien und Flächen investiert. Deren Wert übersteigt die Schulden der Stadt. Wir sind also eigentlich schuldenfrei“, zählte er auf.

Nicht in Landau geboren und keine Frau

Landau habe sich verändert und ist weiterhin in einer Umbruchphase. „Die Stadt zeigt, was sie kann und noch werden kann. Darauf nannte Steininger ein paar „Defizite“, die er habe: „Ich bin nicht in Landau geboren, aber nach 26 Jahren in Landau ist meiner Meinung nach eine Einbürgerung möglich“, sagte er und lachte. „Außerdem bin ich keine Frau und das wird sich auch nicht mehr ändern. Aber ersetzt das Geschlecht die Qualifikation und sind Frauen automatisch besser geeignet? Und ich bin nicht mehr jung. Aber gerade mit 63 fühle ich mich fit und im besten Alter, Großes anzupacken“, trug der amtierende Bürgermeister vor.
Eine Liste an Projekten, die er gerne angreifen würde, hatte Helmut Steininger auch schon parat: Die Grund- und Mittelschule sowie die Turnhalle gehören erweitert, ein Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses steht an, ein neuer Kindergarten am Wiesenweg sei in Planung, die Sanierung der Unteren Stadt muss im kommenden Jahr abgeschlossen werden. „Auch an der Straubinger Straße in Richtung DGF3 gibt es dringenden Sanierungsbedarf. Da spielt eine Bahnunterführung eine große Rolle, wobei das ein extrem komplexes, schwer umsetzbares Thema ist“, erklärte er. Weiter schwebe ihm vor, die Stadthalle zu erweitern und ein Stadthotel zu bauen, das Kastnerhaus zu sanieren, Radwege auszubauen und die Umweltstation nach Landau zu holen. Die Ludwigsstraße sollte auch saniert werden und ein zweiter Stadtbus müsse her, da Landau immer weiter wächst. Dafür müsse man auch mehr Baugebiete ausweisen. „Wir müssen Landaus Potenzial nutzen. Landau ist auf dem besten Weg“, schloss Bürgermeisterkandidat Steininger seine Rede.

„Urgesteine“ treten nicht mehr an

Bevor die CSU-Mitglieder die Listen nominierten, dankte Steininger noch zwei „Urgesteinen“ für ihre langjährige Arbeit im Sinne der Stadt. Franz Sales Rebl (42 Jahre in der Kommunalpolitik) und Josef Niedermeier (24 Jahre) werden nicht mehr antreten. Beide haben sich für die Interessen der Bürger eingesetzt und viel bewegt.

Werner Bumeder schritt dann zu den Wahlen. Die Liste sei bunt, ein Querschnitt aus der Landauer Bevölkerung. Sie weise ein Durchschnittsalter von 47 Jahren auf. Sechs Frauen, 20 Männer, sieben Selbstständige und acht aus dem öffentlichen Dienst stehen auf selbiger. „Eine tolle Mischung und damit ein tolles Angebot“, meinte Bumeder. Die 18 stimmberechtigten CSUler nominierten die Liste sowie den Bürgermeisterkandidaten Helmut Steininger mit 100 Prozent.

Die Liste der CSU Landau: (Link zur Übersicht mit Fotos)

  1. Dr. Helmut Steininger (Bürgermeister),
  2. Sebastian Rembeck (BMW-Gruppenleiter Montage),
  3. Mathias Plechinger (Musiklehrer),
  4. Günter Gsödl (Amtsrat im Notardienst),
  5. Dionys Härtl (Flurbereinigungstechniker),
  6. Stefan Füchsl (BMW-Produktionsspezialist),
  7. Barbara Thannhuber (Diplom-Betriebswirtin bei BMW),
  8. Josef Harrer (Schuhmachermeister),
  9. Stefan Reitberger (Bankkaufmann),
  10. Dr. Johanna Auerbeck (Allgemeinärztin),
  11. Ralf Hofmann (Geschäftsführer HBH-Holzbau),
  12. Andreas Fischer (Rektor Grundschule),
  13. Martina Bauer (Fotografin),
  14. Martin Aigner (Landwirt),
  15. Josef Sandner (Feinmechanikermeister, Landwirt),
  16. Engelbert Flexeder (Maschinenbautechniker),
  17. Alexander Jaufmann (Unternehmer),
  18. Wolfgang Mitsam (Leiter Vermessungsamt),
  19. Karin Hughes (LZ-Berichterstatterin),
  20. Andreas Schmid (Teamleiter bei Dräxlmaier),
  21. Peter Lengle (Unternehmer),
  22. Rosemarie Thalhammer (Leiterin Hauswirtschaftsschule),
  23. Volker Eggensberger (Filialleiter dm-Markt),
  24. Angelika Klostermeier (Gesundheitspädagogin),
    Ersatzkandidaten:
  25. Andreas Thalhammer (Bankkaufmann),
  26. Jonas Scholz (Notfallsanitäter-Azubi).

Text und Foto: LZ/Von Johannes Drexler vom 6. Dezember 2019